das Grenzdorf am Limes
Steinernhorst ward gebauet als vestes Haus an eynem Weg von Liubice nach Hammaburg. Wenig Volk lebte hier im morastigen Wald, das sich bald scharte um Leutwin den Franken, zu trotzen Wegelagerern und bösen Buben.
Franken, Sachsen, Nordleute, Slawen und altes Volk sammelten sich bei Gefährnis an diesem sicheren Ort. War die Gefahr für Leib und Leben vorüber, ging jedermann wieder seines Weges und seinem Tagwerk nach.
Die Zeiten haben sich nicht geändert - auch wir suchen die Zusammengehörigkeit eines frühmittelalterlichen Lagers und einen gemeinsamen Ort für Sippen, Gefolgschaften und Geächtete - Schaut herein und gebt Eure Meinung kund.






Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
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Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
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Schon in der Karolingerzeit stand in der Gegend von Steinhorst an der Ostgrenze Stormarns ein Denkstein für einen Sachsenkämpfer Ludwin, wie östlich von Bornhöved ein solcher für den Recken Burwido [1]
Ebenso gefürchtet scheinen die Raubnester Steinhorst gewesen zu sein, die ... als Groten-Stenhorst und Lütken-Stenhorst erwähnt werden. Es waren wahrscheinlich Rittersitze, von denen der eine in dem zum Vorwerksgarten gezogenen Bruche lag, wo der mit einem Graben umgebene Burgplatz und der hohe Wall, der die Burg nach der Ziegelteichskoppel hin verteidigte, bis in unsere Tage hin sichtbar bliebt. Die zweite Burg hatte ihre Lage auf dem jetztigen Amtshof. Im Jahre 1818 fand man bei der Legung einer Röhrenleitung nach der Küche mehrere Fuß unter der Oberfläche den mit Felsen ausgesetzten Burggraben und die Reste eines durch Feuer zerstörten kleinern Gebäudes, Dachziegel von alter Form, verkohlte Sparren und den teils aus Kalk, teils aus Mauersteinen bestehenden Fußboden.
Ursprünglich wird Steinhorst ein Dorf gewesen sein, denn Siegfried und Volrad von Carpele (?) schenkten 1315 drei Hufen daselbst einem hohen Herren, dem Bischoff von Ratzeburg, als Tafelgut.... 1408 haben Gottschalk, Bedige und Vollrad von Zülen, genannt von Steinhorst, Hof, Mühle und Teich zum Groten-Stenhorst, Lütken-Stenhorst, Zanzkeneve, Schiphorst, Stubben, Rekenhagen und Schönenborn dem Herzog Erich dem Aelteren käuflich überlassen. [2]Das lauenburgische Amt Steinhorst wechselte 1575 durch Verkauf in gottorfischen (holsteinischen) Besitz. 1670 fand ein Besitzwechsel zusammen mit Moisling,Tangstedt und Tremsbüttel statt. Erst 1739 kehrte Steinhorst endgültig zu Lauenburg zurück. [3]"Diese vier Empter Trittow, Reinbeck, Tremsbüttel und Steinhorst - deren Grentze ist das lübeckische Gebiete, Sachsen - Lawenburg, Ampt Bergerdorff, so lübeckisch und hamburgisch... liegen sehr durcheiander vermenget und zerstrewet, derowegen wir sie zuerst nach Kirchen oder Kirspeln beschreiben..." [4]
In dem Bezirk des Vorwerks Steinhorst liegen 2 herrschaftliche Mööre, das Hohlemoor an der Sandesnebener Feldscheide und das Herrenmmor an der Schiphorster Scheide, ferner der herrschaftliche Forstort Stutkoppel, ein Buchenbestand, duch welchen vermuthlich in früheren Zeiten die Hamburg-Lübecker Heerstraße von Eichede nach Stubben an der Burg Steinhorst vorbei nach Siebenbäumen sich gewunden hat, wie sich aus den Ueberresten alten Steinpflasters in der Stutkoppel u. U. schließen läßt... [5]
... insgesamt werden die [sprachlichen] Erscheinungen auf geschlossenes Siedeln einer westfälischen Gruppe im Amt [Steinhorst] bei gleichzeitiger slawischer Unterschicht, die erst allmählich geschwunden ist, zurückgeführt. Das Zusammenschmelzen in dieser Eigenheit ward begünstigt durch die lange Abgeschlossenheit vom Kreise. [8]



