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Vorarbeiten

Für das, was ich zu Tagesbesuchen der Lager mitnehmen wollte, waren mir die Gürteltaschen zu klein und die Kiepe zu sperrig - ein Rucksack sollte es werden. Die Recherche ergab, daß der „Ötzi-“Rucksack vom Prinzip her ein geeignetes Vorbild war - was also benötigte ich?
Eine schöne Beschreibung findet Ihr hier!


- ein langes u-förmig gebogenes Holzstück
- einen Fellsack
- viel Lederband oder Seil
- 2 kleine Holzbrettchen

An Werkzeug ergab sich daher der Bedarf an Bohrer, Messer, Säge, Feile, Ahle und einer "Wanne"...

 

Arbeitsschritte

Es ging los. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie ein 2-2,50m langer Ast in U-Form zu bringen war. Klar, er mußte gebogen werden, und zwar in nassem Zustand, aber erst 2 Wochen und diversen Brüchen hatte ich es raus: Den Ast in ein großes Behältnis legen (Wassertank, Gartenwanne o.ä.) und nach 1 Woche beginnen, leicht zu biegen. Das angebogene Stück mit Band fixieren und am nächsten Tag ein wenig weiter biegen. Nicht ungeduldig werden - wenn‘s knackt, müßt Ihr wieder von vorn beginnen. Nach etwa 2 Wochen habt Ihr das Gestell und seid mächtig stolz - ich war es zumindest!

Das Ziegenfell war recht preiswert, ist allerdings nicht sehr reißfest. Ich habe es einfach zu einem Sack zusammengenäht und oben eine Verlängerung als Deckel stehen lassen. Die Paßform muß immer wieder am Gestell nachgebessert werden, es geht aber zügig von der Hand.

Das Gestell wird funktionsfähig, in dem unten und mittig ein kleines Holzbrettchen (Rückenauflage und Fixierung des Sackes) angebunden werden. Die Träger, hier noch aus Leinen, unter dem oberen Brettchen seitlich des Sackes fixieren und mit Lederschlaufen in das Gestell ganz unten einhängen. Das funktioniert einwandfrei. Das untere Brettchen nicht zu feste binden, es muß noch mal runter, um den Sack auf das Gestänge
schieben zu können.

Probiert den Sitz des Gestells ohne Sack aus und bessert ggf. nach. Nun wird der Sack an den Seiten (zum Gestell hin) 3-4 mal geschlitzt um von unten aufgeschoben werden zu können. Der Deckel hält durch seine Lage über dem oberen Querbrettchen den Sack aufrecht. Um ihn nicht zu sehr zusammenfallen zu lassen, habe ich in das obere Querbrettchen seitlich 2 Löcher gebohrt und einen kurzen u-förmig gebogenen Ast so hindurchgesteckt, daß ich am „U“ den oberen Rand des Sackes befestigen konnte - so bleibt die Öffnung oben stabil und mein Rucksack nicht mehr "authentisch".

Insgesamt benötigte ich, ohne das Biegen, etwa 1 Arbeitstag für die Fertigstellung, wenn Ihr handwerklich geschickter seid und effektiveres Werkzeug besitzt als ich, müßte es in einem halben Tag hinzubekommen sein.

Resümé


Insgesamt benötigte ich, ohne das Biegen, etwa 1 Arbeitstag für die Fertigstellung, wenn Ihr handwerklich geschickter seid und effektiveres Werkzeug besitzt als ich, müßte es in einem halben Tag hinzubekommen sein.
Schönere Fotos und vielleicht ein paar Skizzen folgen...

Dies & Das