Startseite | Impressum | Kontakt | Seitenübersicht | Archiv

Von Lager zu Lager...

[Pluginfehler]
 
Frühlingsbeginn 2012
 
Den Sonnenabend nach Jahresbeginn, den unsere Ahnen mit dem Erwachen des Frühlings gleichsetzten, durften wir unter strahlendem Sonnenschein mit unseren Freunden den Rosserern feiern.
Vom verwunschenen Hexenhäuschen aus - wir wurden von einem sich begattenden Krötenpaar begrüßt -  bewegten wir uns zum nahen Hünengrab, um Stimmung und Heiligkeit dieses besonderen Ortes auf uns wirken zu lassen. Wie noch kurz vor der Christianisierung die Menschen an der Elbe, hielten wir dort ein Festmahl ab, beredeten Herzensangelegenheiten und übten uns in Spiel und Waffen.
Köstlich wieder des Bauernritters Gerd hausgelegte Eier - mein Weib vermochte nicht, sich in Zurückhaltung zu üben und griff gleich doppelt zu - demnächst gibt's wohl nur noch "armen Ritter"...
Viel Übung bedarf noch das Flötenspiel, da wir den Frühling des nächsten Sonnenumlaufes wieder hier begrüßen möchten, bleibt uns viel Zeit, Stimme und Klang zu üben.
Wir danken unseren Freunden, den Menschen, die diesen Ort schufen und der Sonne für die Kraft, welche wir aus diesem Erleben mitnehmen durften.
Mehr als 1000 Jahre vorher ...
 
"Am Abend vor der Feier versammelte man sich an heiliger Kultstätte, hielt das Opfermahl, wozu jeder beisteuerte, unter Tanz und Gesang ab und zog am anderen Morgen vor Sonnenaufgang um die Saatfelder in langer Prozession, voran der Priester, in der Mitte die Götterbilder in weißer Umhüllung und am Schlusse die zum Opfer bestimmten Tiere. Unter den heiligen Eichbäumen oder am heiligen Quell machte der Zug halt, der Priester segnete die Feldfrüchte und flehte, gegen Sonnenaufgang das Antlitz gerichtet, die Götter um Schutz und Schirm vor Unwetter, Hagel und Mißwuchs, um Segen für Saat und Vieh an. Bei der Rückkehr wurde das Götterbild an den altheiligen Ort zurückgeführt, in den Tempel oder an heiligen Bäumen aufgehängt oder auf Baumstämmen aufgestellt, das gemeinschaftliche Opfer gebracht und das Opfermahl gehalten. Der Gottheit wurden Tiere geschlachtet, Brot, Eier, Pflanzen und Früchte des Feldes geopfert und Feuer angezündet. Unter dem Singen feierlicher, alter Weisen tanzte man jauchzend um den brennenden Holzstoß, steckte verglimmte Scheite des Opferfeuers gegen Hagel und Blitz in die Felder oder streute Asche darauf."  [Bericht der Äbtissin Marcsuith des Klosters Schildesche bei Bielefeld aus dem 10. Jh.]
 
 
  • Für's nächste Mahl  (23. März 2013) schauen wir, ob wir eine passende Götterfigur mitnehmen - nicht so eine kleine wie dieses Mal.
  • Vielleicht trauen wir uns auch an eine "Segensprozedur" heran...eine für uns, für das beginnende Jahr?
  • Singen und vor allem Tanzen wäre toll - dazu benötigen wir jedoch das Flötenspiel und vielleicht die Trommeln...
  • Was das Opfern betrifft - können wir schauen, ob wir etwas aus unserem Wohlstand für ein Projekt zugunsten weniger gesegneter Menschen in der Nähe opfern?

 

Sprecht die Rosserer oder die malenkie puszczyki an, wenn Ihr beim nächsten Mal/Mahl dabei sein wollt!

Kira singt für uns zu Saisonbeginn am Lagerfeuer ....

Laterna Magica