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Lütjenburg Pfingsten 2012




 

Es war schön, gibt jedoch Gesprächsbedarf, was den Umgang mit den Burgmannen betrifft. Wir finden, daß manches auf die Füße gestellt werden muß (nicht gerade die im Bilde unten), damit ein gegenseitiger Zugang - auch im Umgang miteinander - entsteht und gepflegt wird.

Da wir auf Brodelboden lagerten, kam einiges in Bewegung. Nicht nur die Gemüter und der Drainagestopfen sorgten für wabbelnde Staunässe, auch unsere Nachbarn Berthold & Jörn waren ob der wackeligen Basis in ihrer Entfaltung gehindert. Während dort die Blutegel sich bis in die Felle vorarbeiteten, konnten wir sie nur in den wasserführenden Fußabdrücken beobachten - ideal um authentisch den Bluthochdruck runterzuregeln ...

Wohlfühlen, Sonne, Sonnenbrand, Sonnenstich und freundliche Nachbarn waren jedoch die Hauptsache. Meine Tendenz zum Maulhelden führte übrigens nicht zu kriegerischen Auseinandersetzungen ... Allerdings gibt mir doch zu denken, daß eine Geschwulst in meiner Nase sich als Graupe aus dem lecker Essen meiner Frau entpuppte. Vielleicht sollte ich mich doch mehr grobreinigen, denn einmal im Jahr zu Pfingsten an der Turmhügelburg.

Unsere Freunde - die Rosserer überfielen uns am Sonnentag, diesmal - oh Wunder - fraßen sie ihr Gastlager nicht leer (wie weiland die Heuschrecken bei Lord Moses) sondern überhäuften uns mit Leckereien. Ritter Gerd gar vermochte nichts weiter in sich hinein zu stopfen - und solches habe ich noch nie erlebt.

Wir danken Euch dafür und für die Ehre Eures Besuches. Wenn Ihr uns jedoch nochmal als "rot gebrannt" brandmarkt, werden wir Euch als Feuerteufel heimsuchen müssen - und bringen die Blutegel mit!

Dank auch an Nadja, die Ihren Ehrentag zwischen Sonnen- und Mondtag beging und uns einlud teilzuhaben. Beruhigend, daß die große Runde um kurz nach Mitternacht und dem Verteilen der Geschenke sich auflöste wie ein Spuk - nicht nur wir spürten, wie Sonne, Bewegung und frische Luft uns unter die Felle trieben.

Wenn ich mir vorstelle, daß unserer Darstellung nicht von Dauer - und ohne Not ist, welche Leistung haben dann unsere Ahnen in ihrem Alltag vollbracht ... wir hingegen schwelgen bis zum nächsten Jahr an der Turmhügelburg im Luxus.