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Bericht zur Detektorsuche

Am Sonntag, den 16.08.2009 wurde in der Zeit von 11.00 Uhr bis zirka 16.00 Uhr auf dem Kirchacker in Schürensöhlen eine Prospektion mit Metalldetektoren durchgeführt. Die durch das archäologische Landesamt zertifizierten Detektorengänger Michael Scheunemann/Mölln, Dirk Kügler/Elmshorn und Udo Westerhold/Krüzen beteiligten sich daran.
Anwesend waren unteranderem der Vertrauensmann für den Denkmalschutz Herr Bentien, der Heimatforscher Herr Langmann. Auf der zu untersuchenden Ackerfläche soll oberhalb eines Quellgebietes ("schöner Born") um 1450 eine Kapelle gestanden haben. Zudem soll eine alte Wegeführung hier vorbei nach Lübeck geführt haben.
Nach Sondierung des eigendlichen Kirchackers kamen nur wenige unbestimmte Bleischmelz- und Eisenfragmente zutage. Auffallend war, dass sich in der Fläche viele Ziegelfragmente fanden. Im weiteren Umfeld sank die Fundmenge. Es wurde beschlossen den nördlich gelegenen Acker zu untersuchen. Hier fand Michael Scheunemann einen silbernen Hohlpfennig und Dirk Kügler eine beschädigte Bleipetschaft und weitere neuzeitliche Buntmetallfragmente, die sich innerhalb eine diagonalen Linie über das Feld hinweg fanden. Hier könnte sich ein alter Weg befunden haben. Des weiteren wurde, durch den starken Bewuchs gehindert, die Flächen am "schönen Born", ein in die Niederung hineingeschobener Sporn und die Nebenflächen sporadisch untersucht. Hier gab es keine wesentlichen Funde.
Die Prospektion wurde mit dem archäologischen Landesamt in Schleswig sowie mit Frau Helmert von der Denkmalschutzbehörde in Ratzeburg umfassend abgestimmt. Die Funde wurden eingemessen, eingetütet und dem archäologischen Landesamt übergeben, das für die Prospektion in Schürensöhlen eine Projektnummer vergeben hat.
Trotz des harten, trockenen und lehmigen Bodens sowie der großen Hitze hat es den beteiligten Metalldetektorengängern sehr viel Spaß gemacht! Es wurden kühle Getränke bereitgestellt. Wer wollte, konnte sich eine gute Tasse Kaffee einschenken. Es gab zudem etwas zu Essen. Das war wirklich in allem toll organisiert! Dafür möchten wir uns noch einmal recht herzlich bedanken!
Udo Westerhold

Fotos von Michael Scheunemann

Ob die gefundenen Bleireste mit der Kirchenverglasung in Bezug gesetzt werden können, bleibt zu klären.
Hohlpfennig: Silber, entlang der Mittelachse zusammengebogen, dadurch Bildfeld stark gestört. Den erkennbaren Resten des Bilds nach handelt es sich wahrscheinlich um einen glattrandigen Stierkopfbrakteakten des 13. / 14. Jahrhunderts aus Mecklenburg. Durchmesser 1,8 cm.[Fundmeldung 2009-808]
Unser Dank gilt Michael Scheunemann, Dirk Kügler und Udo Westerhold.

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Bodenradar

Bodenradar

"Nachdem wir im Oktober schon einmal die Messung geplant hatten und aufgrund der Wetterbedingungen wieder absagen mussten, konnte die Georadar-Messung auf der Kirchkoppel in Schührensoehlen am 18.12.2009 stattfinden. Mit Bodenfrost hatten wir gute Bedingungen, denn ein feuchter Boden wuerde die Eindringtiefe des Gerätes erheblich beeinträchtigen. Wir haben auf beiden Seiten jeweils ein 11 x 29 m grosses Gebiet parallel zum Knick vermessen, dort wo der ehemalige Standort der Kirche vermutet wird. Es wurden 46 Profile aufgenommen, 30 auf der Kirchkoppel (jeweils 1 m Abstand) und 16 auf dem benachbarten Stück (jeweils 2 m Abstand). Sie verlaufen senkrecht zum Knick und haben eine Länge von 11 m. Die Arbeiten haben insgesamt 4,5 Stunden gedauert.
Wir möchten uns bei Familie Binder bedanken, die uns mit Suppe und heissem Punsch versorgt hat und bei Herrn Lange, dass wir uns nach getaner Arbeit im Gemeindehaus Schürensoehlen wieder aufwärmen konnten.
Eine erste Auswertung der gewonnenen Daten lässt noch keine Aussage zu, ob Gegestände oder Fundamentreste vorhanden sind. Eventuell wird eine weitere Messung notwendig."
Mehr im Stormarner Tageblatt vom 8.1.2010

Einen herzlichen Dank an Friederike von Schlippe, Franziska Walk, Robin Wagner und Hanna Blanck.
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Burg

Im 19. Jh. werden in der Nähe von Binders Karpfenteich noch Reste einer Burg erwähnt. Aus der Verkoppelungskarte des 18. Jahrhunderts läßt sich
ein künstlicher Graben - wahrscheinlich zur Speisung des "Burggrabens" erkennen, der heute noch im Gelände als "Absatz" zu sehen ist.
Der zweite, hintere Teich ist neueren Datums. Herr Binder beobachtete vor einigen Jahren bei der Verbreiterung des hinteren Teichstückes im Lehm sichtbare Strukturen, die an eine künstliche Setzung von "Pfahlwurzelpflanzen" erinnerten. "Sieben bis acht Reihen, ca. alle zwei Meter unterbrochen und jeweils als Rost 3-4 Meter lang - eindeutig nicht natürlichen Ursprungs".
Möglicherweise haben wir hier einen Hinweis auf Pfahlsetzungen im Feuchtgelände, welche als Unterlage für ein Fundament oder tragende Holzelemente gedient haben. In den Boden gerammte Pfähle sind vielfach unter Fundamentmauern nachgewiesen. [5]

Wir arbeiten dran - beim ALSH ist eine Anfrage hierzu anhängig.

Wir arbeiten dran - beim ALSH ist eine Anfrage hierzu anhängig.
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Brunnenuntersuchung

Der Schöne Born

Vermutet wird hier die ca. 4m unter der Obefläche liegende Steineinfassung des ehemaligen Schönenborns.
Die Vorbereitungen laufen, die Genehmigungen sind erteilt, wir warten nur auf das passende Wetter.


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Wo lag das Dorf?

Deuten die Siedlungshinweise am Schüren Söll auf das Kirchdorf Schonenborn oder entsteht dort nach dem Niedergang desselben eine Nachfolgesiedlung, welche dem Newendorf - 1626 - [6] und späteren Schürensöhlen mehr all einen Kilometer nördlich den Namen mitgibt?
Im 18. Jahrhundert heißt die Flur "Auf der Sandstedte", eine Dorfstruktur mit 5 Höfen ist im Ansatz noch heute erkennbar und noch im 20. Jahrhundert wird hier ein Garten von Schürensöhlen aus bewirtschaftet. Die Varendorff'sche Karte des 18. Jahrhunderts gibt hier leider nur ungenaue und widersprüchliche Hinweise - die fast zeitgleiche Verkoppelungskarte ist wesentlich genauer.

Wahrscheinlich liegt der Schlüssel in der Lage und Bedeutung der Siedlung "Sandstede"- zwischen Ahrensfelde und Schürensöhlen verborgen. Sobald etwas mehr Klarheit darüber herscht, ob das "Alt-Schürensöhlen" war, an dieser Stelle mehr.
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Weitere Projekte

Bodenprofilaufnahme: Airborne Laserscanning: Broschüre: Vitrine:
Zur Lokalisierung der vermuteten Wassergräben der "Burg" ist angedacht, in regelmäßigen Abständen Bodenprofile zu entnehmen. Seit wenigen Jahren lassen sich detaillierte Vermessungen mithilfe des Airborne Laserscannings innerhalb kurzer Zeit erstellen. Ein moderner Laserscanner kann pro Sekunde bis zu 200 000 individuelle Laserimpulse aussenden und deren Echos auswerten. Als Ergebnis einer Laserscannerbefliegung erhält man ein digitales Oberflächenmodell des gescannten Bereiches, aus welchem sich aufgrund der unterschiedlichen Reflektionswerte auch Baumkronen u.ä. herausfiltern lassen. Bei 3 bis 4 dreidimensionalen Meßpunkten pro Quadratmeter werden auch niedrige Bodenstrukturen erkennbar.
Eine Befliegung Schleswig-Holsteins hat bereits stattgefunden, so daß wir die Daten für etwa 80€ pro Quadratkilometer käuflich erwerben können. Da diese jedoch noch mit einem GIS-Programm, wie ARCView visualisiert werden müssen, suchen wir hierfür interessierte Mitarbeiter/innen. [7]
Aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen, was die Gestaltung der Broschüre angeht, ist dieses Projekt erst einmal auf Eis gelegt. Wenn möglich, werden Herr Bock und Herr Langmann ihre Texte an anderer Stelle veröffentlichen und hier darüber informieren. Das Fundmaterial wird nach Herausgabe der Broschüre wahrscheinlich in einer Vitrine im Feuerwehrhaus der Gemeinde Schürensöhlen zu besichtigen sein.