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In der Lex Saxonum (802/803) sind als Stände nobiles, liberi und liti genannt. In anderen sächsischen
Rechtsquellen zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert finden sich auch andere Bezeichnungenfür die Stände.

Folgende "Stände" lassen sich um 800 erkennen

Nobiles (Edlinge, Adel)

Über den Ursprung der sächsischen Nobiles berichtet Widukind von Corvey. Danach waren die Nobiles die Angehörigen der alten Sachsen, die vom Land Hadeln an der Niederelbe aus das Gebiet der Thüringer erobert und dort den sächsischen Stammesstaat gegründet hatten. Die Herrschaft in Sachsen lag in den Händen des Adels. Die sächsischen Nobiles haben nicht nur Eigenwirtschaft betrieben, sondern auch als Grundherren den unteren Ständen das Land gegen Zinszahlung ausgetan. Während es fraglich ist, ob die Nobiles in privatrechtlicher Beziehung auch als die Herren der Liberi angesehen werden können, waren die Liti sicher von den Nobiles abhängig und standen in einem grundherrlichen Herrschaftsverhältnis. Doch nicht alle Nobiles waren reich und mächtig: Innerhalb der Oberschicht gab es große soziale und wirtschaftliche Unterschiede.