Lokale Sagen - Krieg in der Eisenzeit
Bei Rethwischfeld, in der Nähe des dortigen Hünengrabes, wohnte vor langer Zeit ein Zauberer mit einer von ihm fast heilig gehaltenen Ziege. Einmal, an einem heißen Tage, kam ein Knabe aus der Nachbarschaft zu ihm und bat um etwas Milch zu trinken, da er sehr durstig sei. Der Zauberer schlug ihm die Bitte ab, da er nur Milch von der Ziege im Hause habe, die aber jetzt nicht getrunken werden dürfe. Durch langes Bitten ließ er sich aber doch bewegen und gab dem Jungen von der verbotenen Milch zu trinken, und er selbst trank auch. Bald darauf starben beide, und zwar kurz hintereinander. Im nahen Hügel wurden sie begraben. Jede Mitternacht aber leuchtet über dem Hünengrab ein heller Schein, den schon mancher mit Verwunderung beobachtet hat.
Die Do(h)mskuhl liegt südlich am Feldweg von Oldesloe nach Sehmsdorf und westlich vom Hofkamp.
Ob sie in Wirklichkeit nach ihrem Eigentümer Dohm benannt worden ist, wie der kritische Beurteiler einwenden mag, dürfte wohl wahrscheinlicher aber schwer zu beweisen sein.
Es ist auch nicht unmöglich, daß im ersten Teil des Namens die nd. Bezeichnung für Ton: Do steckt. So gibt es den Flurnamen Dokuhl, im Kirchspiel Heiligenstedten in der Wilstermarsch. Das wäre dann eine Kuhle, in der man den zähen Ton gräbt, der in und bei Oldesloe häufig vorkommt.
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Vör ungefähr dusend Johr hett an de Glockenkuhl, dor wo dat Land sick en Glockenform rutbuhlt, en lütten Barg stehn, up den man en Kapell' buut hett. Nu is dat geschehn, datt de Barg in den morastigen Ünnergrund versackt is. De Kapell' is uteneen brooken, un de Glocken fulln dorbi in een deepe Stell' von de Trav', de nu de Glockenkuhl heeten deit. As ol' Lüüd noch vertellt, hett "Grapengeter" ut Oldesloe, de den "sogenannnten sößten Sinn" sin eegen nennen de, de Glocken in't 14. Jahrhundert lüüden hört. Von düsse Tid an könnt' ol Lüüd, de den sößten Sinn hebbt, de Glocken in de Neejohrsnach von't 99. to dat 100. Johr hörn. De deepe Stell in de Trav aber heet von düsse Tid aff" Glockenkuhl".
[Aus D. Alfred Ursinus - Stormarn Sagen]
Kurz hinter Reinfeld hebt sich allmählich der in Richtung nach Heidekamp führende Weg, um dann jäh hinabzueilen. Ein unbedeutedner Wasserlauf fließt durch die Senke und läßt, zumal zur schönen Sommerzeit, nur spärliches Wasser durchs Ried rinnen. Im Volke hieß die anmutige Stelle schon immer der Elschengrund. Unter dem Gespensterbaum seitzen dort zur mitternächtlichen Stunde drei Elschen oder Nornen und spinnen...
Das Hünengrab im "Neuen Hau" öffnet sich zu einer bestimmten Nachtzeit in einer geheimnisvollen Weise von selbst. Gemessenen Schrittes, mit farbigen Schilden, goldschimmernden Dolchen und Streitäxten bewaffnet, gehen die Toten aus der Grabkammer hervor. Auf der nahen Waldlichtung treffen sie mit ihren Nachbarn zusammen und lassen sich schweigend in einem Ringe zur Beratung nieder. Leise murmelnd verhandlen sie über ihr schattenhaftes Dasein. Beim ersten Morgengrauen schließt der Obmann das Thing und huschend suchen alle das Grab aud, das sich dann weider wundersam zutut.
Andere wollen gesehen haben, wie auch die Geister der Angehörigen der Toten beim Grabe erscheinen und unter den Recken Speise und Trank verteilen.
(Hingst: Stormarn, S. 189)
[Aus D. Alfred Ursinus - Stormarn Sagen]
Nach Angaben des Arbeiters Lieps, Klein-Wesenberg, versammelten sich früher im Frühjahr um Johanni junge Leute auf dem Radberg an der Lübecker Grenze, um am späten Abend Feuerräder von der Höhe in die Trave rollen zu lassen - Nach E.W. Böthel ist nicht mit Sicherheit zu bestimmen, ob diese Sitte an den ehemals noch vorhandenen Grabhügel 15 gebunden ist. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Hügel an der Gemarkungsgrenze des Ortsteiles Niendorf.
[Berichtet durch Herrn A.H.F Schlobohm aus Klein-Wesenberg - Gedruckt in: Müllenhoff: Märchen, Sagen, Lieder aus Schleswig, Holstein,Lauenburg, S. 357]
Sicher sind Ortsnamen auf -rode, -lohe, -holt,- wohld, -hagen, -horst im allgemeinen als Waldnamen zu deuten; es wäre aber verfehlt, im "Trenthorst" ein "abgetrenntes Waldstück" sehen zu wollen. Die Sage behält recht, wenn sie den Namen als den Horst des übrigens geschichtlich bezeugten Häuptlings Trent deutet. (cf. Stormarische Heimatbl., Nr. 212)
[Aus D. Alfred Ursinus - Stormarn Sagen]
(Müllenhoff: Sagen.., S. 299)
[Kühl: Slamersekede, S. 118]
Lauenburg, S. 390f)
[www.bliestorfer-geschichte.de/13.html]
[mdl., 2009]
"Ganz in der Nähe meines Wohnorts erheben sich drei sanftgewölbte Hügel, von denen der höchste als der "runde Berg" bekannt ist. Etwa eine Meile davon entfernt, bei dem Dorfe Westerau, findet sich eine ähnliche Gruppe. Dieselbe war in den vergangenen Tagen von Riesen bewohnt, welche in einem Verhältnis der Eintracht standen, so daß sie einander die Beile zuwarfen."
As ick an't Herrenhuss rankamen dee, seech ick in'n Keller 'n Licht brennÄn. Ick dach mi, de Förstersknech harr't wull vergeeten uttomacken. Dor heff ick bi em an't Finster kloppt, un hei kööm ok ruut, un wi sünd beid hengahn. Wie keiken in't Finster un sögen in'n Keller 'ne grote witte Fru stahn. Se harr 'n langen witten Mantel an. In de Hand harr sei'n groot lang Messer. Dat wett se up de Steen an'n Trepp. Uns wör bannig gruseln, un wi sünd still weggahn. Wie hebbt uns affmakt, kein'n Minschen at to seggen.
Mennigen hett vörher un ok naheer de witte Fru seihn; aber seggt hatt keiner wat dorvun.
[Aus D. Alfred Ursinus - Stormarn Sagen]
Eine andere Fassung bringt Müllenhof. Hier handelt es sich um eine Gräfin und ihre unschuldig verurteilte Magd und die zahme Elster heißt Klaas.
[Soll: Stiftsdorf Westerau, II 115f]
Der kahle Berg sowie der kleine und der große verbotene Ort, verbotene Orte der Geister wegen.
[Müllenhoff: Sagen, S. 280]
[mdl., 2009]
(Kersten: Vorgeschichte des Kreises Herzogtum Lauenburg, S. 383)
[Aus: Th. Götze, Das Setinhorster Amt, Nachdruck 1988 von 1924]
(Kersten: Vorgeschichte des Kreises Herzogtum Lauenburg, S. 156)
(http://www.kastorfer-geschichte.de/14.html)
(Kersten: Lauenburg, S. 304)
(Kersten: Vorgeschichte des Kreises Herzogtum Lauenburg, S. 283)
(Kersten: Lauenburg, S. 335)
[Wülfingen/Frahm: Stormarn, S. 337f]
[Scheele: Sprachlandschaft, S. 55f]

(Kersten: Lauenburg S. 219)
[Meyer, S. 107] - evt. ist auch Hamfelde im Hzgt. Lauenburg gemeint?

Offensichtlich scheint es einen Grenzbereich zwischen Sagen mit bronzezeitlichem Bezug oder weiblicher Figur und eisenzeitlichem Bezug und männlicher Figur zu geben. Das Auftreten von todbringenden "Schwarzen Hunden" an dieser Grenze kann als Hinweis auf Auseinandersetzungen gedeutet werden. Die Bekämpfung der Unterirdischen und ihre Vertreibung an einigen Orten überliefert.
Möglicherweise stießen in den Jahrhunderten vor der Zeitenwende von Südosten kommend germanische (langorbardische?) Gruppen in eine bodenständige stein/bronzezeitliche Bevölkerungsstruktur vor.
Die Sachsen ware kein Stamm, welcher seine Nachbarn unterworfen oder vertrieben hat, sondern Wodansgläubige Heerschaften. Andere Kriegerverbände , so auch die Reste der Langobarden, übernahmen Kult und Namen und trugen dazu bei, aus einem kleinen Stamm scheinbar einen großen Verband enstehen zu lassen. Die Existenz reiner oder deutlich abgetrennter Männerfriedhöfe in Hamfelde, Hammoor und Pölitz sprechen für dieses Modell. [23]
Noch im 7. Jahrhundert ist bei den Langobarden folgender Brauch überliefert: "Wenn einer irgendwie im Kriege oder sonstwo umgekommen war, so setzten seine Blutsverwandten auf ihren Grabstätten eine Stabge, auf deren Spitze sie eine hölzerne Taube befestigten, die nach der Gegend hingewandt war, wo der Geliebte gestorben war, damit man nämlich wüßte, wo der Tote seine Ruhestätte habe." [25]
Die Gottheiten
Sternbild Orion
Die drei aufsteigenden Sterne in einer Linie sind der "Rocken (die Spindel) der Göttin Frigg"
"Die Sagen, die Holstein und Lauenburg bis jetzt geliefert haben, sind verhältnismäßig zwar nicht so zahlreich, aber an wissenschaftlichem Gewinn zweifelsohne die wichtigsten... Die Reihe der weiblichen Gottheiten ist gegen die männlichen sehr zurückgetreten. An Fria (Frigg), Wodans Gemahlin, erinnert jedoch der friesische Name eines Sternbildes, Marirok, das in Schweden der Rocken der Frigg genannt wird. Sie fand aber in nothwendigerweise zu gleicher Zeit mit ihrem Gemahl in der Zeit der Zwölften Verehrung; offenbar ist Wodan und dann der Teufel an die Stelle der höchsten Göttin getreten, die dem Spinnen und dem Hauswesen vorstand. Fast nur am Freitag feiert das Landvolk seine Hochzeiten, der Wochentag führt nach der mütterlichen Göttin seinen Namen. Außerdem ist hinter der schwarzen und weißen Dorte nothwendigerweise eine Göttin verborgen, sie ist vielleicht identisch mit der schwarzen Greet. Denn diese muß dem mythischen, unhistorischen Theile ihrer Sage ebenfalls eine hohe Göttin sein. Sie alterniert in unserem Aberglauben mit der heiligen Margaret. Sie zieht am Dannewerk auf weißem Pferde zur Zeit der Zwölften um...Andere Göttinnen zeigen sich überhaupt wohl in allen Sagen von weißen Frauen. " [8]
Göttliche Wesen
"Die zweite Reihe göttlicher Wesen neben den oberen Göttern machen die göttlichen Jungfrauen aus. Wir erwähnten schon, daß die Vorstellungen von ihnen auf die Hexen übergegangen seien. Die drei Spinnerinnen unserer Märchen, die drei alten Jungfern sind ursprünglich die Nornen. Den Wittfrauen hat die Sage durch ihre Verwechselung mit den Zwergen gerade das Gegentheil von dem beigelegt, was ihnen im alten Glauben zukommt." [8]
Haus- und Feldgötter
"Die unteren Gottheiten machten die elementarischsten Wesen der Elbe, Zwerge aus.Die Tanzplätze der Hexen gehörten ehedem den Elben" [8]
"Die kleinen Wesen, in Wagrien und Fehmarn werden sie "de witten Wiewer" genannt, sind so kräftig, daß sie die großen Findlinge aufstellen und die Hünengräber in ihren Schürzen zusammentragen konnten. Sie können sich unsichtbar machen und sich in allerlei Tiergestalte verwandeln. Besonders gern kommen sie in der Gestalt dicker Kröten ans Tageslicht, die am liebsten unter Holunderbüschen sitzen und kleine Goldkronen tragen. Die Unterirdischen wohnen mit Vorliebe in den Höhlungen und Steinsetzungen entlegener Hünengräber." [9]
Heldenlieder...
"Und bei ihrem Eintritt in die Geschichte besaßen die Deutschen schon alte Lieder, die von den Göttern und den göttlichen Ahnen des Volkes und seiner Stämme handelten...traten ein in der Zeit der großen Wanderungen und Eroberungen unseres Volkes...
Der Sänger hieß Scop und entweder war er bei einem Könige oder Edelinge in festem Dienst, oder er zog mit seiner Kunst, wie einer jener holsteinischen Sänger, an fremden Höfen umher, stets Lohn empfangend...
Indem nicht nur die alten Götter und Heroenmythen Gegenstand des Gesanges waren, sondern dieser auch unmittelbar die Gegenwart und ihre großen Ereignisse ergriff, sammelte sich ein großer Schatz nationaler Heldensage, worauf der ganze spätere Volksgesang sich gründet. Was die Angelsachsen an alten Erinnerungen bewahrt haben, dürfen wir um so mehr unserem Lande zusprechen, weil hier die Heimat ihrer Helden und der Spielraum ihrer Thaten ist... Skeaf, Beowulf und Offa gehören hierher. Sagen und Gedichte melden ferner von der Freundschaft und Feindschaft der alten Holsteiner und ihrer südlichen Nachbarn jenseits der Elbe... Die Sagen von den Nibelungen und Welsungen, und von dem König Ermanrich, die der Norden aus Deutschland empfing und in seinen Eddaliedern aufbewahrte, möchten ihre Wanderung doch am ersten durch unser Land gemacht haben. Die Namen der Hauptpersonen, wie Jacob Grimm nachwies, zeigen nicht alle die rein nordische Form, sondern verrathen ihren Durchzug durch Altsachsen...
Die Blüthe der Heldenpoesie des karlingischen Zeitalters war, als wilde Stürme am Schlusse des Jahrhunderts über Deutschland herein brachen und lange anhielten, zu Ende. Bis dahin hatte der Poesie ja die alte Form des Stabreims gedient, der noch in formelhaften Ausdrücken, wie Mann und Maus, Haus und Hof, Frisch gewagt ist halb gewonnen, haftet. Aber gerade diese Neigung zum Formelhaften, die der Stabreim mit sich bringt, führte im Norden zur völligen Erstarrung der Poesie. Schon im neunten Jahrhundert war eine Entartung der stabreimenden Poesie eingetreten; aber der gesunde Sinn des Volkes, dem natürlichen geneigt, fand einen Ausweg; man ließ die alte Form fallen und im Verlaufe des zehnten Jahrhunderts setzte sich der Endreim auch in der Volkspoesie durch. Das beweisen die wenigen aus dieser Zeit erhaltenen Reste. Indem aber diese Form aufkam und durchdrang, war der allmähliche Untergang der alten stabreimenden Lieder, die noch aus den frühern Zeiten erhalten waren, die natürliche Folge.
Ich glaube bewiesen zu haben, daß die Sage von Siegfried und Starkad eine altsächsische ist, wenn sie auch im Norden gangbar und aufbewahrt ward. Sie mag uns offenbaren, was man etwa im zehnten Jahrhundert den Landesfeinden gegenüber empfand, als die Kaiser unsere Grenzen noch zu schützen wußten; der ruhmvollste größte Kämpe des Nordens muß dem Helden des Südens schimpflich unterliegen.
Um das Jahr 1200 fällt die letzte Blüte des Epos. Von da aus läuft es in drei Wegen aus: entweder in das lyrische Volkslied des vierzehnten, fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts , oder in die Prosa des Volksbuchs, oder endlich in Märchen und Volkssage.
Die Scope, die geachteten Sänger des höheren Epos, lebten nicht in Schaaren, wie die Spielleute. Diese treten mit dem Untergang des Heidenthums auf, aber Bonifazius und die Fürsten und Concilien verfolgten sie mit stets wiederholten Verboten, doch es half nichts. Im zehnten und den folgenden Jahrhunderten sind sie noch eben so wohl da wie früher und treiben sich auf allen Straßen umher, finden sich in Haufen bei den Festen der Fürsten ein und führen da ihre Tänze und Spiele unter schallender Musik auf und tragen ihre Lieder ebenso vor...
Auf diese Weise verdankt eine große Menge deutscher Märchen, Sagen und Schwänke sicherlich der Thätigkeit dieser Spielleute im neunten, zehnten und elften Jahrhundert ihren Ursprung. "[10]
Was übrig blieb...
Im siebzehnten Jahrhundert dauerten die alten Lieder und Tänze noch fort, ja bis ins vorige Jahrhundert bestanden noch viele alte Gebräuche, und an heiteren Märchen und traulichen Sagen wird noch ein größerer Schatz vorhanden gewesen sein... aber es waren auch schwere Tage seit dem sechzehnten Jahrhundert gekommen, die dem Volke nur Leiden und keine Thaten brachten, die unerhörteste Adels- und Beamtendespotie, eine beschränkte, orthodoxe Geistlichkeit, räuberische, verwüstende Kriege, kein Unterricht und keine Schule, die, als die Quelle der Überlieferung zu versiegen begann, einen neuen Geist geweckt hätte... Gleichzeitig, als sich die letzte frische Blüthe des Volksgesangs erschloß, hatte der Aberglaube die entsetzlichste Gestalt angenommen und beherrschte alle Stände: die Hexenverfolgungen bilden die finstere Seite der Kultur jener Zeiten. Die Kirche und der Staat wirkten damals mit der Masse zusammen, sie aber und nicht diese trifft der Fluch. Als nun zu Anfang voriges Jahrhunderts endlich die Augen aufgingen, da ließ man es nicht einfach mit jenen Prozessen aus sein... sondern die Gebildeten, die Geistlichkeit und die Staatsgewalt traten in eine Reihe, und dem Volke wurden seine Feste und Spiele verboten... und die Märchen und Sagen verlacht und dem Volke verleidet, als alberne, dumme Geschichten und als Aberglaube bestritten und verrufen. Ähnliches geschah tausend Jahre früher. Aber damals hatte das Christenthum noch ein bewußtes Heidenthum zu bekämpfen; seine Hinterlassenschaft, die Heldensage, blieb dennoch immer, wenn auch viel verloren gab, stark genug, um gegen die kümmerliche Bildung der Zeit das Feld zu behaupten. Nunmehr aber war es purer Übermuth oder Unwissenheit oder der Hochmuth der Prosa und Herzlosigkeit, der das letzte schmale Wasser trübte des breiten Stromes, der sich einst ergossen... Was uns dennoch gerettet ist, das haben die Armen, die Alten und die Kinder gerettet. [11]
Feste und Rituale
- Christliches Weihenachten oder heidnisches Julfest?
- Frühmittelalterliche Taufgelöbnisse
- Pferde-Nachgeburten werden aufgehängt
- Weitere Feste folgen im Laufe des Jahres..
- Wer mein Fleisch nicht isset und mein Blut nicht trinket, der hat kein Teil an mir...
- Alle sieben Jahre Öffnen des Sarges und Einsegnung durch einen Griechisch-Orthodoxen Priester in Rumänien
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Ein unseliges Erbe
Wenn ich mir die Kontinuität der Überlieferung anschaue, von der gezielte Verbrennung von Unterirdischen [12] bis dahin, daß " sämtliche Einwohner und Untertanen des Dorfes Stubben" auf einen Hexenprozeß gegen Gösche Böttchers und Maria Spars drängen [13], frage ich mich, in wieweit das Verbrennen "Andersartiger" noch während der Zeit des 1000jährigen Reiches auf dieser Mentalität fußt.
Aus der Feder Geflossenes...
| Es ist an der Zeit, einen liebevolleren Umgang mit den wertvollen Seiten unserer (Vor) Geschichte zu lernen und ihre schlimmen, verletztenden Aspekte aufzuarbeiten. Gut und Böse sind keine per Dekret oder Gebot verordbare Moralvorstellungen, sondern zwei Seiten einer Medaille, die wir uns sorgfältig anschauen müssen, um verantwortlich mit Vergangenheit, in der Gegenwart und für die Zukunft leben zu können. |





