Ribe, Ripa (Flußufer) Ribe war schon im 9. Jh. der bedeutendste Handelsort des Nordens. Sie läßt sie sich archäologisch bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen. Wie die Funde belegen, war die Stadt damals vom Handwerk geprägt. Der Marktplatz hatte Handelsverbindungen nach Stade, Bremen, Köln, Brügge, Deventer, Groningen und Utrecht.
Der wenige Kilometer südlich bei Dankirke erschlossene Saisonmarkt für das 7.-8. Jh. verlagert sich offensichtlich um die Mitte des 8. Jhs. nach Ribe.
- Jahnkuhn, Haithabu: S.37f
- http://de.wikipedia.org/wiki/Ribe

Haithabu, Hedeby (Heidehof) Spätestens um 787 wurde Haithabu, der damals bedeutendste Handelsplatz der Dänen, gegründet. Im 9. Jahrhundert entstand eine zweite Siedlung weiter nördlich und eine weitere Siedlung am Haithabu-Bach dazwischen. Ende des 9. Jahrhunderts wurden der nördliche und südliche Teil der Siedlung aufgegeben. Der mittlere Teil am Haithabu-Bach wurde weiter benutzt und durch Wälle in die dänischen Grenzanlagen des Danewerks eingebunden.
Quellen:
- Auf den Spuren der Wikinger; Husum 1993
- http://de.wikipedia.org/wiki/Haithabu , 2009

Liubice im Osten Holsteins begann die slawische Besiedelung ab zirka 700 nach Christus, nachdem vorherige germanische Bewohner nach Westen abgewandert waren. Der etwa zur Zeit Karls des Großen (748–814) entstandene Ort Liubice („die Liebliche“ lag nördlich der Lübecker Altstadtinsel zwischen der heutigen Teerhofinsel und der Mündung der Schwartau in die Trave. Nach der dendrochronologisch auf das Jahr 819 bestimmten Gründung der Burg wurde Liubice erstmals um das Jahr 1076 von Adam von Bremen erwähnt
(http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCbeck)

Starigard, Aldinborg, Oldenburg Oldenburg lag früher an einer Ostseebucht und war Hafen und Hauptort der slawischen Wagrier. Um das Jahr 700 entstand der heute so genannte Oldenburger Wall, eine slawische Burganlage, von der heute nur noch ein Wall erhalten ist. Aus dem westlichsten slawischen Fürstensitz Starigard (Alte Burg) wurde der Ortsname Aldinborg, später dann Oldenburg. Der Ort war im frühen Mittelalter umkämpft.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Oldenburg_in_Holstein)

Reric (Röhricht) Reric war ein frühmittelalterlicher Handelsplatz der älteren Wikingerzeit an der südlichen Ostseeküste Mecklenburgs, dessen genaue Lage noch vor wenigen Jahren unbekannt war. Man wusste, dass die Stadt im 8. Jahrhundert existiert hat und im Jahr 808 durch den Dänenkönig Gudfred zerstört und nach der Umsiedlung ihrer international zusammengesetzten Bevölkerung untergegangen war. Die Rolle als Fernhandelsplatz ging daraufhin auf Haithabu über. Es wird angenommen, dass Reric zur Blütezeit etwa 100 - 200 ständige Einwohner hatte.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Reric)

Rungholt (Niederholz) Text folgt...

Burg Hammer Früh- bis mittelslawischer Ringwall und Siedlungskomplex des späten 8. bis frühen 11. Jhs. an einer Fernwegekreuzung. U.a. arabische Münzfunde...
Quellen:
- Beranek: Frühgeschichtliche Fernwege im Kreis Stormarn un dim Raum Lübeck - in Jahrbuch für den Kreis Storman 2007
- Schmid-Hecklau: Slawenzeitliche Funde im Kreis Herzogtum Lauenburg

Bardowick Zeitgenössischen Chroniken zufolge hat Karl der Große 795 in unmittelbarer Nähe von Bardowick sein Lager aufgeschlagen, um mit einem Heer die Sachsen zu bekämpfen. Bardowick wurde zum Sitz eines königlichen Gesandten, der über den Handel auf den Fernstraßen nach Osten wachte. Im Diedenhofener Kapitular wurde 805 bestimmt, dass fränkische Kaufleute auf dem Weg in die nördlich der Elbe gelegenen slawischen Gebiete Bardowick passieren mussten. Dank der wirtschaftsgeographisch verkehrsgünstigen Lage Bardowicks an der Slawengrenze stieg der Ort schließlich zum zentralen Umschlagplatz für den Ost- West-, sowie den Nord-Süd-Handel auf.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Bardowick)

Hammaburg Die Hammaburg befindet sich, entgegen älteren Annahmen, nicht auf dem Domplatz.
Es konnte festgestellt werden, daß beide Gräben der Doppelkreisgrabenanlage in die Zeit zwischen 650 und 750 n.Chr. gehören, also lange vor der Hammaburg bestanden haben. Die riesige Wallanlage hingegen, die den gesamten Platz umschließt, erbrachte Datierungen von Holzresten für die Jahre 891 und 983 n.Chr.
(http://www.helmsmuseum.de/index.php/18032?PHPSESSID=6b248f695b8b199140f4bcb998f2be25)

Esesfelth, Esesfeld oder Esesfeldburg Die Burg an der Stör wurde im Jahre 809 auf Befehl Karls des Großen errichtet.Es ist die erste fränkische Befestigung rechts der Elbe. Befehligt wird die dort angesiedelte Besatzungsmannschaft von einem sächsischen Grafen Egbert. Militärisch und politisch gesehen fungiert sie als Grenzfestung des fränkischen Reichs in Nordalbingien, welches Karl interessanterweise noch 804 an die Abodriten übergeben hatte. Da diese Entscheidung 810 wieder rückgängig gemacht wird, ist die Gründung der Burg entweder noch als Unterstützung der mit den Franken verbündeten Abotriten zu sehen, oder schon der erste Schritt, den nordelbischen Raum bis zur Eider unmittelbar unter fränkische Herrschaft zu stellen.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Esesfelth)

Danewerk Das Danewerk verlief von Hollingstedt nach Haithabu (oder dem heutigen Schleswig) auf einer Länge von 30 km.
Der Legende nach wurde der Bau des Danewerks von Thyra, Königin Gorms des Alten, verordnet. Allerdings zeigen neuere Analysen, dass die ältesten Wallteile viel älter sind. Der Bau erfolgte in mehreren Phasen von ca.650 bis 1170, eine Zeit, als der Schwerpunkt des dänischen Reiches in Jütland lag. Ab dem 13. Jahrhundert verfiel es wieder. Es bestand im wesentlichen aus Erdwällen und Gräben.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Danewerk)

Starigard, Aldinborg, Oldenburg Oldenburg lag früher an einer Ostseebucht und war Hafen und Hauptort der slawischen Wagrier. Um das Jahr 700 entstand der heute so genannte Oldenburger Wall, eine slawische Burganlage, von der heute nur noch ein Wall erhalten ist. Aus dem westlichsten slawischen Fürstensitz Starigard (Alte Burg) wurde der Ortsname Aldinborg, später dann Oldenburg. Der Ort war im frühen Mittelalter umkämpft.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Oldenburg_in_Holstein)
Fränkische Expansion Zur Großmacht wurden die Franken durch die Eroberungen des salfränkischen Merowingers Chlodwig I. (ca. 500 n. Chr.) Entscheidend war auch der Übertritt Chlodwigs und weiter Teile seines Volkes zum katholischen Christentum. Seine Söhne setzten seine Eroberungen fort, so daß ihr Reich im Wesentlichen die Gebiete des heutigen südwestlichen Deutschlands, der Beneluxstaaten und Frankreichs umfasste.
Durch die Macht der Hausmeier schwand die königliche Autorität immer mehr, 751 erfolgte die Übernahme der Königsherrschaft durch die Karolinger.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Franken_(Volk))

Dänischer Druck Am Ende des 8. Jahrhunderts begann eine Serie von Plünderungszügen nach England, aber es dauerte bis 879, bis in der Angelsächsischen Chronik das Wort Wikinger verwendet wurde.Auf dänischen Runensteinen ist Viking für den Beginn des 11. Jahrhunderts belegt.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Wikinger)

Slawische Siedlungsausdehnung Im 7. Jh. bildeten sich mehrere Stammesverbände heraus, von denen insbesondere die Milzener und Lusitzi in der Lausitz, die Heveller an der Havel im heutigen Brandenburg und die Wilzen/Liutizen und Abodriten in Mecklenburg-Vorpommern zu nennen sind. Noch weiter westlich siedelten die Wagrier (Waigri) im östlichen Holstein (bis zur Schwentine an der Kieler Förde) und die Drewaner im Lüneburgischen. Die slawischen Verbände in Nordostdeutschland werden von der Forschung unter dem Begriff Polaben oder Elbslawen zusammengefasst.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Slawen)

Nordelbisches Sachsenland Wie der Name (lateinisch albis Elbe) aussagt, lebten die Nordalbingier nördlich der Elbe. Der östliche Teil dieses Gebietes ging im 8. Jh. größtenteils an die von Osten einwandernden Slawen verloren (Ostholstein) und wurde erst im Hochmittelalter von den Holsteiner Grafen erneut unterworfen. Das sächsische Gebiet wurde nach Norden von Eider und Levensau (nördlich von Kiel), nach Osten durch die Schwentine begrenzt und stieß nur an der Kieler Förde an die Ostsee. Holstein, Dithmarschen und Stormarn waren im Züge der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Dänischen Königreich und dem deutschen Kaiserreich vom restlichen Sachsen getrennt.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen_(Volk))

Stethu, Satde Stade ist möglicherweise die älteste Stadt Norddeutschlands.
Grabungen im Jahr 2007 auf der Schwedenschanze haben ergeben, dass die Anlage von ca. 670 bis 900 bewohnt war. Danach hat vermutlich die Burg auf dem Stader Spiegelberg die Aufgaben der Anlage übernommen.
Im Jahre 994 wurde die Siedlung von den Wikingern geplündert und Stade als Stethu wurde das erste Mal erwähnt.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Schwedenschanze_(Stade))

Schlacht auf dem Sventanafeld In der Schlacht bei Bornhöved auf dem Sventanafeld (Schwentinefeld) in der Nähe des Ortes Bornhöved bei Neumünster schlugen 798 die damals mit den Franken verbündeten slawischen Abodriten die Sachsen.
Damit war der Widerstand der nordelbischen Sachsen gegen das Frankenreich Karl des Großen gebrochen und die Christianisierung konnte beginnen.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Bornh%C3%B6ved_(798))

Nur ein kleines Dorf... ... widersetzt sich allem und jedem. Des Starrsinns seiner Bewohner wegen, wird es auch Steinern Horst genannt.

Delbende 822 östlich Hamburgs angelegte fränkische Burg. Die genaue Lage an der Elbe ist umstritten.
Quelle: www1.uni-hamburg.de/spaetmittelalter/Hamburg Spaetmittelalter/Hamburg-Wiki/themen/HamburgsFruehe
Stadtentwicklung.html, 2009.
Mellingburg Stark zerstörte Wallanlage. In älteren Beschreibungen wird von einer Wallanlage und sächsischen Scherben gesorochen. Da keine schriftlichen Nachrichten existieren, geht man von einer Befestigung der vorkarolingischen Zeit aus. Möglicherweise war sie der Sitz des Overboden für Nordstormrn.
Quelle:
- Schindler: Die Bodenaltertümer der freien und Hansestadt Hamburg, S. 244.

Burg Falkenberg Bedeutende Befestigung mit Funden des 8. Jhs. Da urkundliche Hinweise fehlen,wird sie der vorkaronlingischen Zeit zugerechnet.
Quelle: Busch: Die Burgen, S. 39f)

Runneburg Gut erhaltende rechteckige Burganlage wahrscheinlich der karolingischen Zeit. Funde sind nicht bekannt, vielleicht hängt die Lage mit dem Ort Over zusammen.
Quelle: Busch: Die Burgen, S. 38.

Seesperrre Das Schlei-Seesperrwerk des Danevirke/ Danewerks wurde um 740 erbaut erstreckt sich über eine Länge von mehr als 900 m zwischen der Halbinsel Reesholm und einer 1925 abgebaggerten Spitze der Untiefe "Kockbarg", die zur Wikingerzeit noch eine Insel war.
Quelle: ALSH: Danewerk und Haithabu, S18f.

Limes Saxoniae Im Licht der heutigen Forschung zeigt sich der Limes Saxoniae als eine Reihe topographischer Namen, die verschiedenartige Objekte benennen. Seine meist nur gedachte Linie begleitete Fluß- oder Bachläufe (Delvenau, Hornbek, Beste, Trave u.a.m.), die gegebenenfalls vom markanten Punkten abgelöst wurden (Bilenispring, Liudwinestein, Wispircon, Birznig)....Stationen lassen sich als Übergangsstellen identifizieren. Nur Dörfer gab es damals am Limes nicht...Sie verdanken ihre Existenz ausschließlich dem Forscherdrang vieler Generationen, angefangen 1652 mit Caspar Danckwerth.
[Bock: Studien zur Geschichte, S. 66f]

Limes Saxoniae Im Licht der heutigen Forschung zeigt sich der Limes Saxoniae als eine Reihe topographischer Namen, die verschiedenartige Objekte benennen. Seine meist nur gedachte Linie begleitete Fluß- oder Bachläufe (Delvenau, Hornbek, Beste, Trave u.a.m.), die gegebenenfalls vom markanten Punkten abgelöst wurden (Bilenispring, Liudwinestein, Wispircon, Birznig)....Stationen lassen sich als Übergangsstellen identifizieren. Nur Dörfer gab es damals am Limes nicht...Sie verdanken ihre Existenz ausschließlich dem Forscherdrang vieler Generationen, angefangen 1652 mit Caspar Danckwerth.
[Bock: Studien zur Geschichte, S. 66f]

"Der Steinhorster Forst, der uns noch wegen seiner verhältnismäßigen Unberührtheit am besten das Bild jenes verschwundenen Urwalds vor Augen zaubern kann, ragt von Südosten her in unser Gebiet hinein. Wir wählen in desshalb als Ausgangspunkt und nehmen an, daß wir unsere Wanderung vom Bahnhof Kastorf an der Ratzeburg-Oldesloer Bahn aus beginnen.
Vom Bahnhof aus wenden wir uns nach links, überschreiten die Bahnlinie und gelangen nun nach Siebenbäumen, gehen an der Kirche vorbei, bis uns ein Wegweiser den Weg links nach Steinhorst zeigt. Nach 15 Minuten haben wir bergauf den Wald erreicht und durchwandern ihn nun bis zur Försterei. Jenseits der Försterei geht rechts ein Weg in den Forst, der uns an den Waldrand führt. Diesem folgen wir etwa 15 Minuten, bis sich der Wald endgültig nach links wendet. Mit der Höhe im Waldwinkel haben wir den Punkt erreicht, auf dem die Limeslinie von Südosten her, von den Wispircon im Duvenseer Moor, auf das Gebiet der Barnitz traf. Wir besteigen die 62m hohe Erhebung, auf der selbst im dem selten dürren Sommer 1934 ein Tümpel mit reichlich Wasser war. Die Landschaft liegt ringsum in schweigsamer Einsamkeit, und ein Hauch jener vergangenen Jahrhunderte weht uns an. Hier mag der kaiserliche Präfekt mit seiner Schar Umschau gehalten haben, den Waldhammer zur Zeichnung der Lackbäume in der Hand. Er war die Trave, den größten Fluß Wagriens, hinaufgefahren, dann in die Beste und nach kurzer Zeit in die Barnitz gelangt. Nun hatte sich seine Schar in den schmalen Zufluß von Osten gewandt, in die Kohbeke (vielleicht Grenzbach). Jetzt stand er mit seinen Begleitern auf dem Hügel, ließ ins Horn stoßen, und, wie er erwartet hatte,kam ihm in einer Entfernung von 1500 m Antwort. Auch dort, nicht weit vom Wehrendsteich, war eine Quelle gefunden worden. Nun arbeitete die Axt, um die künftige Schneise durch den Urwald zu kennzeichnen. Nachdem diese Arbeit getan war, folgten sie vereinigt dem Lauf der Kohbeke. Auch wir müssen die Schwierigkeiten des unbebauten Geländes, wie einst die Schar der Pionierem auf uns nehmen. Nacn dreiviertel Stunden erreichen wir mit der Kohbeke die Barnitz, den Birkenbach. Die Vereinigung der beiden Flüßchen liegt bei der Brennerkathe, einem Gasthaus südlich Groß-Boden. Nun können wir, da die Landschaft zunächst keine besondere Abwechselung bietet, gebahnte Wege gehen, wobei wir uns des Abstandes zwischen einst und jetzt bewußt werden. In einer halben Stunde erreichen wir das Dorf Klein-Boden am Südrand, streifen den schönen Forst Tremsbüttel, den wir in 30 Minuten durchwandert haben. Zur linken rauscht immer noch die Barnitz, einst viel breiter, wie wir noch am Nachbargelände erkennen, jedenfalls damals, wie auch die Kohbeke, mit einem flachen Kahn zu befahren. In 5 Minuten erreichen wir Rethwischhöh und biegen diesseites desselben links in den Fußsteig ein, der nach dem Runddorf Pölitz führt..." [6]
(Die beschriebenen Grenzarbeiten entspringen der Phantasie des Autors - die Einbindung der "Grenze" in das Landschaftsbild scheint hingegen stimmig)